Ist eine Begegnung von Orient und Okzident möglich?
Wie können wir zusammenleben? Wie zusammen klingen?

Bazar andalus gibt auf diese Fragen musikalische und poetische Antworten, die aus einem lebendigen künstlerischen und menschlichen Dialog entstehen. Wir üben uns selbst in der Kunst des Zusammenlebens.

Der deutsche Musiker und Poet Dieter Halbach hatte sich schon viele Jahre in seiner Band, dem “Rumiprojekt”, mit der Übertragung von persischer und andalusischer Sufipoesie in eine gegenwärtige Sprache und Musik beschäftigt, als er Anfang 2017 über seine Arbeit mit Geflüchteten den persisch-kurdischen Sänger Esmail Saedi traf. Seine Familie war wegen eines populären regimekritischen Liedes, das Esmail geschrieben hatte, bedroht worden und er musste aus dem Iran fliehen. In Deutschland traf Esmail seinen Freund und Musikerkollegen aus Jugendzeiten wieder, den Kamantsche-Spieler Hesam Assadi.  So entstanden Freundschaften mit den Musikern von Bazar andalus, die auch künstlerisch auf einen fruchtbaren Boden fielen.

Hesam Assadi und Esmail Saedi

Wir spielen Heimat für Weltbürger…

  • Aus al-Andalus (711-1492) erfahren wir den Reichtum der 800- jährigen Geschichte einer multikulturellen Gesellschaft
  • Die Dichtung der großen Sufipoeten Maulana Rumi (1207-1273) und Hafis (1315-1390) wird sowohl im persischen Original wie in deutschen Interpretationen gegenwärtig.
  • Volkslieder aus Kurdistan wie auch Kompositionen von Esmail Saedi bringen uns die Sehnsucht nach Heimat nahe.

Dieter Halbach

Die Musik von Bazar andalus rüttelt an den Toren zum Paradies.
Wie duftet, tönt, schmeckt und atmet das Paradies?


Al-Andalus, ihr Leute, ist ein Wunder!

Der Garten Eden ist bei euch;
nie würde andere Heimat ich mir wählen.
(Ibn Khafadja 1058-1139, der „Gärtner“)

Jenseits von richtig und falsch,
liegt ein wunderbarer Ort,
dort werde ich sein,
dort werde ich dich erwarten.
(Rumi 1207-1273)

Das interkulturelle Kunstprojekt Convivencia

Musik & Sandmalerei

Musik & Sandmalerei

Musik & Derwischtanz

In der Kooperation mit weiteren Künstlern wird das Band der Freundschaft weiter gesponnen und in kreative Projekte umgesetzt. In dem interkuturellen Kunstprojekt Convivencia entwickelt sich die Kunst des Zusammenlebens mit weiteren Musikern, Malern, Tänzern, Dichtern und Videokünstlern, die in gemeinsamen Symposien stattfindet und in Konzerten, Ausstellungen, Videos und Broschüren dokumentiert wird.

Sandmalerei: in einer multi-medialen Performance mit Sand- und Farbmalerei erzählen wir gemeinsam mit Beate Simon (www.be-art.net) und Anne Löper (www.gesandet.de) die uralte und immer wieder aktuelle Geschichte von verlorener Heimat, dem Zusammenleben der Kulturen, der Vertreibung und der Suche nach neuer Heimat.

Derwischtanz: die Derwischtänzerinnen Claire Fontanille und Naïma Ferré bereichern unsere Musik mit ihrer weiblichen Interpretation der mystischen Tradition der Sufis.

Die Maler finden Sie auf der Website Convivencia

Die künstlerische Zusammenarbeit ist eingebettet in die Bad Belziger Flüchtlingsinitiative des Respekt e.V. „People meet People“.

www.peoplemeetpeople.de, eine Initiative des

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